Phishing als Massendelikt und Schattenindustrie

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Phishingmails, Pharming, Finanzagenten, Geldwäsche, Geldtranfer. Rund um diese Oberbegriffe dreht sich mittlerweile ein ganzer (Schatten-)Industriezweig; mit Prozessen ganz wie in der "offiziellen" Wirtschaft.
Telepolis beschreibt im Artikel "Von Phishern und Jägern" den aktuellen Stand der Phishing-Szene und der Bemühungen unserer Strafverfolgungsbehörden, dieses Phänomen in den Griff zu bekommen.
So gehört beispielsweise Outsourcing mittlerweile zum guten Ton. Programmierer werden beauftragt Trojaner-Software zu schreiben. Spam-Versender mit dem Versand von Phishing-Mails. Die Finanzagenten sollen das Geld ausser Landes schaffen.
Erschreckend: DIE Spezialeinheit für diese Art von Verbrechen beim BKA ist gerade mal 8 Mann stark. Und hat jetzt schon ca. 3000 Fälle im Jahr zu bearbeiten. Massnahmen dagegen: In 5 bis 10 Jahren sollen alle Polizisten etwas mit Wörtern wie IP-Adresse und Log-Datei anfangen können.
Generell bestätigt sich aber auch hier wieder: Der Flaschenhals beim Phishing sind nicht Zugangsdaten zu Bankkonten – über die verfügen Phisher anscheinend massenhaft – sondern die Geldwäsche; wie schaffe ich die Beute aus dem Land.
Genau hier setzen auch immer mehr Banken an, und lassen Überwachungsprogramme laufen, die ungewöhnliche Muster bei Banküberweisungen erkennen und stoppen können. Es bleibt also "spannend"…

Sascha

Sascha

Hauptberuflich "Technologietreiber für Onlinezeugs" in einem Großkonzern. Interessiert an Technik im Allgemeinen, je abgedrehter, umso besser. Neben Familie, Hund und Beruf hat er trotzdem noch Spaß daran Sachen aufzuschreiben, die einem tagsüber so begegnen (manchmal auch nachts ;)).

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