Fake Shops – 8 Tipps um Betrug beim Shopping zu erkennen

Fake Shops erkennen

Mit dem Erfolg kommen erst die Nachahmer, dann die Betrüger. So auch im eCommerce. Mittlerweile ist das Onlineshopping aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und generiert Milliardenumsätze. Das lockt auch Betrüger an. So entstehen jeden Tag tausende Fake Shops, die gern mal mit besonders günstigen Angeboten für beliebte Artikel die Shopper anlocken. Nur: meist kommt keine Ware beim Shopper an. Wie man Fake Shops enttarnt und auf Nummer sicher geht, erklären wir hier.

Leider scheint beim Geld manchmal der Verstand auszusetzen:
Eine neue Tasche von Louis Vuitton für 300,- Euro, ein aktuelles iPhone für 400,-. Euro. Toll. Sofort kaufen! Bezahlen im Voraus? Kein Problem. Geld weg. Ware? Keine!

Interessanterweise ist das tatsächlich ein vielgeschilderter Tatbestand, wenn Shopper auf Fake Shops hereinfallen. Um solche oder ähnliche Shoppingfallen zu vermeiden, gibt es einige Tipps wie man potentielle Fake Shops entlarvt.

Fake Shops entlarven

  1. Der Preis ist heiß

    Ist ein Artikelpreis einfach unglaublich günstig, sollte direkt Vorsicht angesagt sein. Wenn nicht gerade ein bekanntes Unternehmen ein tolles Angebot raushaut (und das ist mittlerweile ja auch mehr als selten…), sollte man sich direkt fragen, warum kann dieser Shop den Artikel so günstig anbieten. Wo ist der Haken?
    Auch die Schaltung von Werbung ist kein Garant. Mittlerweile machen das sogar Fake Shops.
  2. Die Domain kann eine Spur sein
    Achtung bei seltsamen Konstrukten in der Internetadresse. Zwar ist eine .de-Endung auch keine Garantie für eine seriöse Webseite, aber ein guter Hinweis. Gern werden auch Konstrukte verwendet, die erst eine vermeintliche .de Adresse zeigen, dann aber z.B. mit .cn (für China) enden. Eine Verbindung per https:// sollte heute ebenfalls zum Standard gehören.
  3. Wer seid ihr überhaupt?
    Um in Deutschland Verbraucher beglücken zu dürfen, ist ein Impressum auf der Webseite Pflicht. Fehlt dieses, sollte man sich lieber direkt eine Webseite MIT Impressum suchen.
    Aber Achtung: Häufig werden auch Impressum-Seiten mit Fake-Kontaktdaten generiert. Hier hilft einfaches googlen. Kann ich die angegebene Firma an anderer Stelle im Internet finden? Liefern sie überhaupt die Waren, die hier angeboten werden?
  4. Wie zahlen wir denn heute?
    Bezahlmethoden sind ebenfalls ein Hinweis auf seriöse Shops. Wer zum Beispiel nur Vorkasse anbietet, sollte sofort aus der Auswahl fallen. Fake Shops nehmen aber auch gern Zahlungen per Kreditkarte entgegen. So können die eingegebenen Kreditkartendaten direkt „recycelt“ werden. Der Shoppen wird dann auf seiner nächsten Abrechnung sicher mehrere Abbuchungen finden…

    Und auch hier gilt: nur über sichere Verbindungen zahlen (https://). Auch bei Weiterleitungen zu Zahlungsdienstleistern (die heute sehr üblich sind, wie z.B. Paypal) immer nochmal die Internetadresse checken. So ist http://paypal.paymemorethanyouwant.de.cn mit Sicherheit KEINE legale Zahlungsseite.

  5. Echt jetzt?
    Nicht zu vernachlässigen: Vielleicht handelt es sich bei den angebotenen Artikeln auch nur um Plagiate, also Fälschungen. Dann bekommt man wahrscheinlich sogar etwas für sein Geld. Aber eben illegale Fälschungen. Hier hilft vielleicht, anhand der Herstellerseiten Artikel zu checken…
  6. Alles geprüft und gesiegelt
    Viele Shops werben auch mit Zertifikaten die Vertrauen aufbauen sollen. Im Regelfall können solche Zertifikate auch überprüft werden (z.B. TÜV-Siegel, ekomi etc.). Wenn das nicht möglich ist, ist Mißtrauen angesagt.
  7. AGBs. Lesen?
    Fake Shops nutzen gern blind kopierte AGBs von anderen Webseiten. Daher kann es gut sein, das man hier abweichende Firmenangaben findet. Das dürfte im Normalfall nicht sein: entlarvt.
  8. Erfahrungen
    Erfahrungen können auch gegoogelt werden. Einfach mal nachschauen, was andere Nutzer so sagen. Meist ergibt sich hier ein klares Bild.

 

Hereingefallen! Und nun?

Sollte es doch passiert sein, versuchen sie einfach möglichst viele Infos über den Fake Shop zu sichern.
Screenshots, Mails, Infos von der Webseite. Das alles kann sich als hilfreich erweisen.
Eine Strafanzeige kann unter online-strafanzeige.de gestellt werden.
Allerdings: Bei diesen Fällen gibt es alles andere als eine Erfolgsgarantie.
Da die Betreiber meist im Ausland sitzen, ist eine Strafverfolgung schwierig und der alte Spruch „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ gewinnt beim Shoppen noch mehr an Bedeutung.

 

 

 

 

Sascha

Sascha

Hauptberuflich "Technologietreiber für Onlinezeugs" in einem Großkonzern. Interessiert an Technik im Allgemeinen, je abgedrehter, umso besser. Neben Familie, Hund und Beruf hat er trotzdem noch Spaß daran Sachen aufzuschreiben, die einem tagsüber so begegnen (manchmal auch nachts ;)).

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