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Was für Kopierschutzarten gibt es zur Zeit?

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Hier eine Kurzübersicht über aktuelle Kopierschutzarten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Eine gute Übersicht über Probleme, die die verschiedenen Kopierschutzarten bei Audio-CDs bereiten können finden Sie unter http://www.heise.de/ct/cd-register/.

AUDIO Kopierschutz

Key2Audio

Kopierschutzverfahren für CDs von der Firma Sony.
Audio-Tracks werden hier als Daten-Tracks deklariert. Dadurch werden die meisten CD-ROM-Geräte überlistet und können die CD nicht lesen.
Erkennen kann man einen Key2Audio an der Aufschrift Sony DADC auf dem Innenring. .

Cactus Data Shield 100
Cactus Data Shield 100 kann nicht auf dem PC abgespielt werden.Der Kopierschutz von Midbar schreibt eine falsche Lead-out-Angabe in den Toc. Die Daten werden so verändert, daß sie nicht mehr dem Standard entsprechen.

Cactus Data Shield 200
Erkennen kann man den Schutz an der CACTUSSPJ.EXE und an der AUTORUN.INF die sich auf der CD befinden und den Zweck zu erfüllen haben das die CD am PC abzuspielen geht.
Im CD-Inhaltsverzeichnis [TOC] ist die Längenangabe des ersten Musikstücks falsch und einzelne Datenblöcke [Sektoren] sind so verändert, dass sie nicht dem Audio-Standard entsprechen.

SaveAudio
Entwickelt von Macrovision. Das SafeAudio-Verfahren 'beschädigt' die Daten auf der CD. HiFi-CD-Player können diese Fehler jedoch herausfiltern, so dass der Hörer diese 'Beschädigungen' nicht hört. CD-Laufwerke in einem PC sind dazu (normalerweise) jedoch nicht in der Lage.

MediaCloq 1.0 & 2.0
Die Version 1.0 kenzeichnet alle Musikstücke als Datenspur. Viele CD-Rom laufwerke können damit nicht umgehen. Unter Windows kann man lediglich eine Daten-CD erkennen
Die Version 2.0 unterteilt die CD zusätzlich in mehrere separate Teile.

DATEN Kopierschutz

Lockblocks
Lockblocks von Dinamic Multimedia funktioniert so:
Auf der CD sind ganze Blöcke von defekten Sektoren enthalten. Auf der Datenspur der CD befinden sich 2 sichtbare 'Ringe' in den Grössen von ca. 3 und 5 mm. An diesen Stellen sind keine Daten vorhanden. Wenn man das jeweilige Programm mit diesem Kopierschutz gestartet wird, wird die CD auf diese defekten Sektoren untersucht. Und wenn die kopierte CD keine solche Daten enthält, wird der Lesevorgang abgebrochen.

Safedisc
Der SafeDisc Kopierschutz beruht auf defekten Sektoren, die an verschiedenen Stellen am Anfang einer CD angebracht sind. Wenn das Programm von der CD gestartet wird, werden einige Stellen der CD, die normalerweise defekte Sektoren enthalten auf diese überprüft. Werden keine defekten Sektoren gefunden, wird man vom Kopierschutz aufgefordert, die originale CD einzulegen. Im Root Verzeichnis auf der CD sind normalerweise folgende Dateien zu finden: 00000001.TMP, CLCD16.DLL, CLCD32.DLL und CLOKSPL.EXE. Im Installationsverzeichnis sind ab und zu, aber nicht immer folgende Dateien zu finden: GAME.EXE und GAME.ICD. Ab und zu sind diese beiden Dateien auch im Root Verzeichnis enthalten.

SaveDisc 2
Das Safedisc 2-Verfahren ist ein populärer PC-Spieleschutz, der es selbst klassischen RAW-Brennern unmöglich macht, eine Sicherungskopie zu erstellen. Das Verfahren nutzt die 'schwachen Sektoren', die nur wenige CD-Brenner perfekt klonen können. Die Sektoren können zwar problemlos von der Original-CD gelesen werden, auf einer Kopie treten aber Leseprobleme auf, die der Kopierschutz-Code erkennt. Die CD wird als Kopie erkannt und zurückgewiesen.

Secu Rom
Der Kopierschutz SecuROM wurde von SonyDADC entwickelt. Er erkennt die Original-CD mit Hilfe einer digitalen Signatur. Während des Mastering-Prozesses wird eine einmalige Identifikationsnummer in das Glasmaster eingebettet. Startet das Spiel, überprüft SecuROM, ob die eindeutige Kennung auf der CD-ROM existiert. Wenn nicht, bricht es den Vorgang ab. SecuROM existiert in fünf Versionen. Stets fragt das Programm diskrete Identifikationen ab wie bei Laserlock. Es werden jedoch keine zusätzlichen physikalischen Hindernisse eingebaut. Man sagt, SecuROM schütze weniger effektiv als Laserlock. Die Merkmale einer SecuROM-geschützten CD sind die Dateien CMS16.DLL, CMS_95.DLL oder CMS_NT.DLL. Sie befinden sich im Root-Verzeichnis . Ein weiterer Anhaltspunkt ist Sonys DADC-Logo auf dem inneren Ring der CD.

CD-Cops
Der Kopierschutz CD-Cops ist eine Entwicklung der Firma Link Data Security. Der Kopierschutz funktioniert folgendermaßen:
Die Startposition der Daten (Lead-In) wird vom Laser ertastet und ungefähr ausgemessen. Diese Daten werden umgerechnet und so erkennt der PC ob es eine Kopie ist oder nicht. Ist diese Position falsch (z.B. bei einer gebrannten CD) so wird dies vom Kopierschutz erkannt.

LaserLock
LaserLock ist ein Produkt der Firma MLS LaserLock International.
Auf der CD sind mehrere defekte Sektoren enthalten. Meistens befinden sich alle auf einem Teil der CD und sind nicht an verschieden Stellen verteilt wie bei dem Kopierschutz SafeDisc. Ausserdem befindet sich auf der CD ein verstecktes Verzeichnis namens 'LaserLock', welches unlesbare Daten beinhaltet. Diese Dateien führen auf die defekten Sektoren, was das Einlesen von diesen verhindert. Wenn das jeweilige Programm gestartet wird, wird die CD auf die jeweiligen defekten Sektoren überprüft. Sollten keine defekten Sektoren vorhanden sein, bricht das Spiel ab, da der Kopierschutz gemerkt hat, dass es kopiert wurde.

PSX Libcrypt
Beim Booten der PSX wird die Authentizität des Originals durch die Abfrage des Startsektors auf der CD, der außerhalb des Lesebereiches eines normalen CD-ROMs liegt, überprüft.

Phenoprotect
Entwickelt von Codecult. Phenoprotect integriert 'Fehler' auf der CD, die für das Brennen nicht ausgelesen werden und damit in der Kopie fehlen. Bei der Installation des Programnms werden diese Daten abgefragt.
 

DiscGuard
Discguard geschützte Software lässt sich durch folgende Merkmale erkennen: die Dateien 'IOSLINK.VXD' und 'IOSLINK.SYS', befinden sich auf den CDs mit DiscGuard geschützter Software oder im Installationsverzeichnis. Eine exe Datei wird Verschlüsselt .Zum Entschlüsseln wird auf der CD eine Digitale Signatur angebracht. Ist diese Signatur auf einer Kopie nicht vorhanden, läuft das Programm natürlich nicht.

ProtectCD
Entwickelt von Softshield.
Wenn es sich beim dritt- und zweitletzten Track der CD um kurze Audio-Tracks von weniger als 5 Sekunden Länge, gefolgt von einem letzten Daten-Track handelt, könnte diese Struktur auf den Kopierschutz ProtectCD hinweisen. Aufschluss bringt allerdings erst der Hexeditor dort befindet sich oft der Eintrag ProtectedCD.

DVD Kopierschutz

Content Scrambling System CSS
CSS verhindert, dass man auf dem PC die Videotracks einer DVD einfach abgreifen, auf Festplatte speichern und vervielfältigen kann. Mittlerweile findet man kaum noch eine DVD, die nicht mit CSS vor unerlaubten Kopieranwandlungen geschützt ist, was daran liegt, dass CSS lizenzfrei genutzt werden kann.
Unterstützen der DVD-Player oder das DVD-ROM-Laufwerk beziehungsweise der Software-Player das CSS-Kopierschutzverfahren nicht, können die verschlüsselten Videos nicht wiedergegeben werden.

Wasserzeichen
Wasserzeichen sollen DVD-Inhalte davor schützen, unerlaubt vervielfältigt zu werden. Bei diesem Verfahren wird jedes einzelne Videoframe mit Zusatzinformationen versehen, die visuell nicht sichtbar sind, aber auf die die abspielende Hardware reagieren soll.

Analog Copy Protection System
APS ist ein analoger Kopierschutz von Macrovision. Die Filmindustrie konnte durchsetzen, dass DVD-Laufwerke und Decoder sowie Grafikkarten mit Composite- oder S-Video-Ausgang dieses Verfahren unterstützen müssen. Wer noch einen alten DVD-Player hat, müsste Glück haben, denn hier kann von Kopierschutz keine Rede sein. Bei APS werden den auf der DVD gespeicherten Bilddaten vom DVD-Player zusätzliche Signale dazugemischt. Die Daten sind bis auf wenige Bits im Header eines Sektors fast unverändert.
Diese Zusatzsignale bringen die Synchronisation und die Aufzeichnungsregelung meist durcheinander, beeinträchtigen aber nicht das Bild. APS ist lizenzpflichtig, wofür die Filmfirma einen nicht unerheblichen Anteil an Macrovision abführen muss. Aus diesem Grund findet man oft Videos (vor allem ältere), die keinen analogen Kopierschutz besitzen.

Digital Copy Protection System
Alle neuen Digitalgeräte, die über den digitalen Ausgang eines DVD-Players versorgt werden, bekommen zusätzlich zum Videosignal Informationen, ob das Material kopiert und vervielfältigt werden kann. Der Sinn besteht darin, dass digitale Geräte, die nur Signale wiedergeben können, den Anteil an Videoinformationen der DVD-Produzenten zugesandt bekommen. Die Daten auf der DVD sind nicht verschlüsselt, der Kopierschutz arbeitet einzig hardwareseitig zwischen den einzelnen Geräten.

Copy Generation Management System
Jede DVD besitzt Informationen darüber, welcher Teil der DVD kopierbar ist und wie oft. Damit soll verhindert werden, dass mehrere Kopien angefertigt werden können, und soll auf neueren Geräten verhindern, dass von einem Original mehrere Generationen an Kopien hergestellt werden können. Die CGMS-Information wird in das digitale und analoge Signal eingefügt, benötigt allerdings Hardware, die darauf reagiert. Geräte ohne diese CGMS-Unterstützung beeindruckt das nicht.
 

 

 

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